Die Weichheit und der Fall von Strickwaren können je nach mehreren Faktoren erheblich variieren, darunter der Art des verwendeten Garns, der Stricktechnik und dem spezifischen Design oder Stichmuster. Hier ist ein genauerer Blick auf diese Aspekte:
Weichheit:
Garntyp: Die Wahl des Garns ist ein wesentlicher Faktor, der die Weichheit von Strickwaren beeinflusst. Naturfasern wie Baumwolle, Seide und feine Merinowolle sind für ihre Weichheit bekannt, während auch synthetische Fasern wie Acryl für ein weiches Tragegefühl sorgen können. Durch Mischungen verschiedener Fasern kann ein Gleichgewicht zwischen Weichheit und anderen Eigenschaften wie Haltbarkeit erreicht werden.
Garnfeinheit: Feinere Garne führen im Allgemeinen zu weicheren Stoffen. Beispielsweise fühlt sich ein aus feinem Garn gestrickter Stoff in der Regel weicher an als ein aus dickerem Garn gestrickter Stoff.
Stoffkonstruktion: Die verwendete Stricktechnik und das Stichmuster können die Weichheit des Stoffes beeinflussen. Einige Stiche, wie der Krausstich oder der Glattstich, erzeugen glattere und weichere Oberflächen, während strukturiertere Muster wie Zopfmuster oder Rippen eine andere haptische Qualität verleihen können.
Veredelung: Auch die Veredelung des Stoffes nach dem Stricken kann sich auf die Weichheit auswirken. Wasch-, Block- und Weichspülbehandlungen können die Weichheit des Stoffes verbessern.
Drapieren:
Garngewicht: Das Gewicht oder die Dicke des verwendeten Garns kann den Fall von Strickstoffen beeinflussen. Leichtere Garne führen tendenziell zu Stoffen mit einem fließenderen und zarteren Fall, während schwerere Garne zu Stoffen mit einem steiferen oder strukturierteren Fall führen.
Stichmuster: Das Stichmuster oder die Textur des Stoffes können seinen Fall beeinflussen. Beispielsweise haben Spitzenstrickwaren mit durchbrochenen Mustern oft einen luftigen und anmutigen Fall, während dichtere Maschen einen kräftigeren, weniger fließenden Fall erzeugen können.
Stoffbreite: Breitere Strickstoffstücke können einen fließenderen Fall haben, da sie mehr Stoff zum Drapieren und Falten haben.
Schräg drapieren: Gestrickte Stoffe können aufgrund ihrer Dehnbarkeit schräg (diagonal) drapiert werden, wodurch interessante Drapierungseffekte entstehen können. Bei Kleidungsstücken wie schräg geschnittenen Kleidern sieht man häufig schräge Drapierungen.
Kleidungsdesign: Das Design des Kleidungsstücks oder Artikels, der hergestellt wird, kann sich auch auf den Faltenwurf auswirken. Beispielsweise kann ein locker sitzender, übergroßer Pullover im Vergleich zu einem figurbetonten Kleid lockerer fallen.
Blockierung: Der Blockierungsprozess, bei dem der Stoff nach dem Stricken geformt und fixiert wird, kann den Fall erheblich beeinträchtigen. Das richtige Blockieren kann den Fall und das Gesamterscheinungsbild des fertigen Kleidungsstücks verbessern.